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Abschattung
Definition: Ein Teil einer Solaranlage wird von einem Objekt verdeckt

Von Abschattung spricht man, wenn ein Teil einer Solaranlage von einem Objekt (z.B. Baum, Schornstein, Antenne etc.) verdeckt und damit abgeschattet wird. Da sich dadurch in der Regel die Leistung der Anlage reduziert, sollte eine Abschattung möglichst vermieden werden. Der Schatten einer Antenne kann die Leistung bereits um 30% vermindern.

Absorber
Definition: Der Absorber einer solarthermischen Anlage nimmt die Sonnenenergie als Wärme auf.

Als Absorber bezeichnet man die Teile einer solarthermischen Anlage, die die Sonnenenergie aufnehmen bzw. absorbieren und sie in Wärme umwandeln. Normalerweise sind die Absorber-Oberflächen mit einer mattschwarzen Farbe versehen, weil diese ein sehr hohes Absorptionsvermögen (siehe auch Absorption) besitzt. Mit einem hochwertigen Absorber können heute bis zu 90% der Sonneneinstrahlung genutzt werden.

Absorption
Definition: Materie kann bei Bestrahlung Energie aufnehmen.

Absorption ist der Prozeß der Aufnahme von Strahlung jedweder Art durch Materie. Hierbei wird die absorbierte Energie in der Regel in eine andere Energieform (z.B. Wärme) umgewandelt.

Abwärme
Definition: Ein Teil der entstandenen Wärme einer Energieumwandlungsanlage ist energetisch ohne Nutzen und wird an die Umgebung abgegeben.

Als Abwärme bezeichnet man Wärme, die in allen Energieanlagen bei der Energieumwandlung entsteht. Diese Wärme kann z.B. noch für Heizzwecke nutzbar gemacht werden (siehe Kraft-Wärme-Kopplung bzw. Blockheizkraftwerk). Das 'Abwärmenutzungsgebot' von 1991 verpflichtet die Betreiber von Energieerzeugungsanlagen sogar dazu, die Abwärme zu nutzen und/oder an Dritte abzugeben.

Aufwindkraftwerk
Definition: Warme, aufsteigende Luftmassen dienen der Strombereitstellung.

Aufwindkraftwerke machen sich die Eigenschaft zu Nutzen, dass warme Luft nach oben steigt. Ein Aufwindkraftwerk besteht aus einer großen überdachten Fläche (Kollektor) mit einem hohen Kamin in der Mitte. Scheint die Sonne auf das Glas- oder Plastikdach, erwärmt sich die Luft darunter. Die erwärmte Luft strebt im Kamin nach oben, kühlere Luft strömt von den Rändern des Daches nach. Eine im Kamin eingebaute Turbine wandelt die aufsteigende Luft (Windenergie) mit Hilfe eines Generators in Strom um. Die ersten Überlegungen zu Aufwindkraftwerken stammen bereits aus den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts. In die Tat umgesetzt wurde die Idee letztlich von Jörg Schlaich, Professor am Institut für Konstruktion und Entwurf der Universität Stuttgart. Seit über 20 Jahren forscht Prof. Schlaich an dieser Form der Energieerzeugung. Eine erste Pilotanlage mit einer Spitzenleistung von 50 kW lief von 1986 bis 1989 in Manzanares südlich von Madrid sehr erfolgreich. Die Anlage verfügt über einen Kollektor mit einem Durchmesser von 240 m, der Kamin hat einen Durchmesser von 10 m und eine Höhe von 195 m. Um in großem Stil Strom produzieren zu können, müssten die Kraftwerke nach Meinung von Prof. Schlaich wesentlich größer sein. Er schlägt eine Kollektorfläche mit einem Durchmesser von 6.000 m und dazu einen 1.000 m hohen Kamin vor. Nach der Pilotphase wurden jedoch keine weiteren Fördergelder bewilligt, so dass bis heute noch kein Aufwindkraftwerk zur tatsächlichen Stromproduktion errichtet wurde.

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Quelle: www.naturstrom.de, Lexikon der Erneuerbaren Energien